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Pulswellenanalyse

Die Blutdruck- & Pulswellen-Messung in Einem ist eine einfache Methode, um die Schädigung oder Gesundheit des Gefäßsystems zu erfassen. Die Messung erfolgt über die bekannte Standard-Untersuchung mittels Blutdruck-Manschette am Oberarm und steht Arzt und Patient gleichermaßen zur Verfügung. Die Messung wird von der DeGAG (Deutsche Gesellschaft für arterielle Gefäßsteifigkeit) und den europäischen Fachgesellschaften Artery und European Society of Hypertension zur Abklärung und Behandlung des Bluthochdrucks empfohlen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die arterielle Steifigkeit prognostisch prädiktiver ist als die Blutdruckmessung alleine.

Jede Kontraktion des linken Ventrikels erzeugt eine Pulswelle. Eine Einsteifung der arteriellen Gefäßwände führt zu frühzeitigerer Wellenreflexion in der Systole und damit verbunden zu einem Anstieg des zentralen Aortendrucks. Ein erhöhter zentraler Blutdruck bedeutet eine ungünstige Zunahme der kardialen Nachlast, verringert den diastolischen Koronarfluss und die myokardiale Mikrozirkulation. Weitere Organe wie Nieren und Hirn können hierdurch geschädigt werden.

Inzwischen konnte in mehreren Studien die prognostische Überlegenheit des zentralen im Vergleich zum peripheren Blutdruck gezeigt werden. Daher sollte bei erhöhtem zentralen Blutdruck von einem erhöhten kardiovaskulären Risiko ausgegangen werden, auch wenn der peripher gemessene Blutdruck im Normbereich liegt.

Der Zentrale Blutdruck charakterisiert die Nachlast des Herzens. Eine Erhöhung der Zentralen Blutdruckwerte deutet auf eine Zunahme der linksvertrikulären Masse hin (LVH). LVH korreliert besser mit der Co-Morbidität, z.B. Rhythmusstörungen (Vorhofflimmern), Proteinurie und Schlaganfall.

Die arterielle Gefäßsteifigkeit wird mit der Pulswellengeschwindigkeit (PWV), Messeinheit m/s, quantifiziert.

Die prognostische Wertigkeit der Gefäßsteifigkeit im Bezug auf Herzkreislauferkrankungen (z.B. Schlaganfall) ist belegt und den gängigen klassischen Risikofaktoren wie Bluthochdruck , Framingham Risk-Score und Hypercholesterinämie überlegen.

Alle antihypertensiven Substanzklassen verringern den Blutdruck vergleichbar. Sie unterscheiden sich jedoch in Ihrer hämodynamischen Eigenschaft in Bezug auf Herzfrequenz, Schlagvolumen und peripheren Widerstand. Die Pulswellenanalyse gibt Aufschluss über das individuelle gemessene Schlagvolumen und peripheren Widerstand. Bestimmte Antihypertensiva führen zu einer Abnahme des peripheren Gefäßwiderstandes, was zu einer Entlastung der Herzfunktion (Afterload) bei  gleichzeitiger Verbesserung des Schlagvolumens führt. Die randomisierte Interventionsstudie von R.D. Smith et al. zeigt, dass Therapieentscheidungen auf der Basis gemessener Hämodynamik (Schlagvolumen und peripherem Widerstand) eine bis zu 69% bessere Treffsicherheit bei der Blutdruckeinstellung mit der initialen Verordnung erreichen.

PWV und zentraler systolischer Druck werden tonometrisch oder mit oszillometrischen Systemen gemessen. Prinzipiell sollte die Messung von Blutdruck und Pulswellenanalyse (BlutdruckPWA Messung) in Einem möglich sein. Die Messgenauigkeit sollte gegen invasive Kathetertechnik geprüft und publiziert sein. Der PWA-Monitor Mobil-O-Graph® ist umfangreich gegen Katheter validiert und Ergebnisse sind in zahlreichen internationalen Journals publiziert.


0 m/s
Diese Pulswellengeschwindigkeit gilt bereits als anerkannter Organschaden
0 Minuten
Dauer der PWA-Messung mit dem Mobil-O-Graph

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