#FridayFacts – Bluthochdruck macht keine Ferien

– deshalb zum Start in die Urlaubssaison ein paar wichtige Tipps für Hypertoniker:

  1. Hitze lässt Blutdruck sinken
    Bei hohen Außentemperaturen ist der Blutdruck in der Regel niedriger als bei kühler Witterung. Dafür gibt es mehrere Gründe: Die Blutgefäße erweitern sich, außerdem kommt es durch vermehrtes Schwitzen zu Verlusten sowohl von Wasser als auch Elektrolyten. Folglich sinkt der Druck. Dies kann bedeuten, dass bei einigen Patienten die gewohnte Dosis der Antihypertonika unter Hitzebedingungen zu hoch ist. Schwindel, Müdigkeit und Schwäche können Anzeichen dafür sein.

 

  1. Angepasster Einnahmeplan vom Arzt

Patienten sollten es möglichst gar nicht so weit kommen lassen, dass ihr Blutdruck im Hochsommer zu stark abfällt. Gerade wenn ein Urlaub in warmen Gefilden geplant ist, empfiehlt es sich, das vorab mit dem Arzt zu besprechen. Ratsam ist es dann, einen reduzierten Einnahmeplan dabeizuhaben.

 

  1. Transport der Medikamente

Die Medikamente sind am besten im Handgepäck verwahrt. So ist die Behandlung selbst dann sichergestellt, falls einmal der Koffer verloren gehen sollte.

 

  1. Vorsicht Einfuhrbestimmungen!

Einige Länder haben restriktive Zoll-Einfuhrbestimmung. Daher empfiehlt es sich, eine Bescheinigung des Arztes mitzuführen, die bestätigt, dass die Medikamente für den eigenen Gebrauch sind. Der ADAC bietet ein entsprechendes mehrsprachiges Formular an, das der Arzt vor dem Urlaub ausfüllt.

 

  1. Unerheblich: bis zu drei Stunden Zeitverschiebung

Beim Thema Langstreckenflüge muss bezüglich der Medikamenteneinnahme die Zeitverschiebung berücksichtigt werden. Grundsätzlich sind bei allen Flügen, die zu einem Zeitunterschied von bis zu drei Stunden führen, keine Einnahmeänderungen nötig. Wer also seine Blutdruckmedikamente immer morgens um 9 Uhr einnimmt, kann sie dann auch am Urlaubsort zur Ortszeit 9 Uhr einnehmen.

 

  1. Medikation an längere Zeitverschiebung anpassen

Kommt es durch den Flug zu einem Zeitunterschied von mehr als drei Stunden, ist die Flugrichtung entscheidend: Bei Flügen Richtung Osten verkürzt sich der Reisetag deutlich. Bleibt der Patient an dem Tag beim gewohnten Einnahmeschema, kann das zu einer Überdosierung führen. Deshalb sollte eine Reduktion der Standardmedikation oder eine Verschiebung des Einnahmezeitpunktes erwogen werden. Umgekehrt verlängert sich der Tag bei Flügen in Richtung Westen. Hier ist dann eventuell eine Zusatzdosis notwendig.

 

Source: https://www.ptaheute.de/aktuelles/was-bei-bluthochdruck-im-urlaub-gilt

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